Oboe in C
nach Jeremias Schlegel
in 415 Hz
Jeremias Schlegel erlernte das Handwerk des Holzblasinstrumentenbauers bei seinem Vater Christian Schlegel, der vermutlich aus dem St. Galler Rheintal stammte und nach Basel ausgewandert war.
Jeremias Schlegel selbst arbeitete in Basel, nachdem er schon mit 16 Jahren nach dem Tod seines Vaters dessen Werkstatt übernommen hatte. Instrumente aus seiner Werkstatt finden sich heute in verschiedenen Museen und Sammlungen.
Das Instrument, das ich kopiere, stammt aus der Sammlung Michel Piguet und ist ursprünglich vermutlich auf 408 oder 410 Hz gestimmt. Dieser Wert ist bei einer Oboe schwieriger zu bestimmen als bei einer Flöte, da Form, Länge und Sitz des Rohrblatts einen entscheidenden Einfluss auf Intonation und Stimmung haben und daher einen gewissen Spielraum offen lassen. Das Original wurde zwischen 1750 und 1765 gebaut und ist aus Buchsbaum. Es ist ein sehr schönes Instrument, dessen schlichte Form bereits die Gestalt vorwegnimmt, die die Oboe in den folgenden Epochen annehmen wird, und das gleichzeitig den Merkmalen des barocken Instrumentenbaus treu bleibt. Um es den Anforderungen des Spiels in einer Stimmung von 415 Hz anzupassen, war jedoch eine grosse Arbeit der Anpassung und der Suche nach der richtigen Stimmung nötig. Ich baue diese Oboe in Buchsbaum.
Preis auf Anfrage